{"id":787,"date":"2020-06-15T15:58:02","date_gmt":"2020-06-15T13:58:02","guid":{"rendered":"https:\/\/christophgrubits.at\/?p=787"},"modified":"2020-06-15T16:03:14","modified_gmt":"2020-06-15T14:03:14","slug":"der-einstieg-in-dolby-atmos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christoph-neuwirth.at\/en\/der-einstieg-in-dolby-atmos\/","title":{"rendered":"Der Einstieg in Dolby Atmos"},"content":{"rendered":"<p>Als Semesterprojekt der Masterklasse Audio Design war die Aufgabe Spatial Audio zu nutzen. F\u00fcr den Serienpiloten \u201eDrei Sch\u00e4tze\u201c war damit klar, dass Magdalena M\u00fcller und ich uns einmal an Dolby Atmos versuchen m\u00f6chten und die Serie als Dolby Atmos-Mischung produzieren. Aber wie l\u00e4uft das eigentlich ab? Was gilt es zu beachten und wie kann man Atmos zu seinem Vorteil nutzen?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Produktion<\/h3>\n\n\n\n<p>In unserem Workflow haben wir den Set-Ton nicht anders aufgenommen, als wenn man einen Stereo- oder 5.1-Mix machen w\u00fcrde: Lavaliermikrofone f\u00fcr die Personen, ein Richtrohrmikrofon inklusive Raum-Atmos und Impulsantworten f\u00fcr alle F\u00e4lle. Als die Schnittdateien angeliefert worden sind, waren die ganzen Monospuren da. Selbst von Stereo  fehlte jede Spur. Der Surround-Sound musste erst noch geschaffen werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"738\" src=\"https:\/\/christophgrubits.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Dolby-Atmos-Renderer-1024x738.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-893\" srcset=\"https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Dolby-Atmos-Renderer-1024x738.png 1024w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Dolby-Atmos-Renderer-300x216.png 300w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Dolby-Atmos-Renderer-768x554.png 768w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Dolby-Atmos-Renderer.png 1434w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-large-font-size\">Dolby Atmos Renderer<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dolby Atmos im Allgemeinen<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele haben sicher schon von Dolby Atmos geh\u00f6rt. Sp\u00e4testens im Kino merkt man es, weil der Ticketpreis einen Aufschlag beinhaltet. Dolby Atmos bietet die M\u00f6glichkeit nicht nur ein statisches 7.1.2-Bed zu haben, sondern auch Objekte dynamisch bewegen zu k\u00f6nnen. Dabei bricht man aus dem Kanal-basierten Konzept aus und n\u00fctzt jeden einzelnen Lautsprecher im Raum. Vor allem in gr\u00f6\u00dferen Kinos bleibt es schlie\u00dflich nicht bei 7.1.2: 7 Lautsprecher in der 2D-Ebenede (links, rechts, mittig, links hinten, rechts hinten und links sowie rechts seitlich), ein Subwoofer und zwei an der Decke. Doch ein Kanal f\u00fcr z.B. die linke Seite hei\u00dft nicht ein Lautsprecher. Um den Sweet-Spot zu erweitern, kann es mehrere Lautsprecher f\u00fcr einen Kanal geben und die lassen sich nur mit Dolby Atmos einzeln ansprechen. Grob gesagt ist das der Hauptverkaufspunkt von Dolby Atmos und der gr\u00f6\u00dfte Mehrwert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dolby Atmos nutzt ein 7.1.2-Bed der kanalbasiert arbeitet und bietet 128 Spuren (-10 f\u00fcr die Bed-Kan\u00e4le) f\u00fcr 118 Objekte, die gleichzeitig wiedergegeben werden k\u00f6nnen. Dabei sind nur einzelne Kl\u00e4nge als Objekt in der Mischung und der Rest im Bed darunter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Set-Up f\u00fcr Dolby Atmos-Mischungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Zuerst gibt es zwei M\u00f6glichkeiten des Set-Ups: Die Dolby Bridge oder Send and Return-Plug-Ins. Die Bridge bietet die Kompatibilit\u00e4t zwischen verschiedenen Studios und macht das Set-Up von ProTools sehr einfach, da nur die Dolby Bridge konfiguriert werden muss und ProTools alles direkt an die Bridge schickt. Das bietet sehr viele Vorteile, war aber f\u00fcr unsere Produktion nicht hilfreich: Wir haben keine RMU was bedeutet, dass wir kein Dolby Atmos-Masterfile exportieren k\u00f6nnen. Das hei\u00dft das Projekt kann im Studio in Atmos wiedergegeben, aber nicht als Datei gespeichert werden. Damit wir von 7.1.2 mit Objekten auf 7.1.2, 7.1, 5.1 oder Stereo kommen, m\u00fcssen wir Re-Renders machen. Das bedeutet alles einmal in Echtzeit abspielen und erneut in der Session aufnehmen. Da die Dolby Bridge leider keine Inputs unterst\u00fctzt, ist das nicht m\u00f6glich. Das geht nur mit den Send and Return-Plug-Ins auf die wir dann umgestiegen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dolby Atmos Renderer gilt es einmal alles einzustellen, wie z.B. das Audio-Interface, die Kan\u00e4le, die Lautsprecher und die Re-Render-Kanalspuren. Dann kann man sich an die ProTools-Session herantrauen. Dolby bietet sehr gute Templates an, von denen man einfach weiterarbeiten kann. Wenn man einen 7.1.2-AUX-Master angelegt hat (AUX-Master, kein echter Master), kann dieser mit einem Send-Plug-In an den Dolby Atmos Renderer geschickt werden. Der ProTools-Ausgang dieser Spur landet einfach auf einem Nirvana-Bus, weil ProTools sonst meckert. Jetzt bekommt der Atmos Renderer ein Signal. Aber wie h\u00f6rt man das jetzt?<\/p>\n\n\n\n<p>Nun brauchen wir einen 7.1.2-Return-AUX, der das Return-Plug-In drinnen hat. Hier muss der Input aus dem Nirvana kommen \u2013 der sollte aber lieber ein anderer AUX-Kanal sein als der Nirvana-Output, da wir sonst mit viel Pech R\u00fcckkopplungen erzeugen k\u00f6nnten) \u2013&nbsp;und der Ausgang auf die Abh\u00f6re damit was aus den Lautsprechern kommt. Und das soll es schon gewesen sein. Klingt einfach, war es bei uns aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn wichtig zu wissen ist, dass bei den 7.1.2-Plug-Ins die ganzen Kan\u00e4le nicht gelinkt werden d\u00fcrfen, sondern zuerst L (f\u00fcr links) mit z.B. Kanal 1 aus Atmos, dann R mit Kanal 2 aus Atmos etc. verlinkt werden muss. Dabei w\u00e4hlt man zuerst den Kanal aus, wie z.B. L, dann den Atmos-Kanal im Plug-In und dasselbe noch einmal mit R, C und allen anderen Kan\u00e4len. Diese schrittweise verlinken ist schwierig herauszufinden wenn man sich damit noch nie besch\u00e4ftigt hat. Man verlinkt die Kan\u00e4le also einzeln. Auch wenn man aktiv im Plug-In immer nur den aktiv ver\u00e4nderbaren sieht, merkt sich das Plug-In die Auswahl und die Kan\u00e4le bleiben verlinkt. Versteht man das Prinzip, ist das Verwenden des Send and Return-Plug-Ins sehr einfach. Ich empfehle zudem sich ein Konzept f\u00fcr das Routing zu \u00fcberlegen. Man endet zwangsl\u00e4ufig bei 100+ Spuren und ben\u00f6tigt ein System.<\/p>\n\n\n\n<p>Objektspuren muss man dementsprechend bei den Bussen definieren und schickt diese Spur mit einem Send dann an einen eigenen AUX, der die Objektmetadaten an den Atmos Renderer weitergibt. Beide Spuren m\u00fcssen permanent aktiv bleiben, da sonst dieses Objekt nicht funktioniert. Das Panning von Objekten ist aber nicht anders zum Panning im Bed.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu beachten ist, dass alle Lautsprecher auch korrekt eingepegelt werden m\u00fcssen. Die Front-Lautsprecher bei 85 dB(C) bei rosa Rauschen bei -20 dBFS RMS, die Surround- und Decken-Lautsprecher bei 82 dB(C). Beim LFE-Subwoofer noch einen High-Cut bei 80\u2013120 Hz hineingeben und darauf achten, dass er auf +10 dB eingestellt ist. Der Pegel sollte dabei bei den Lautsprechern eingestellt werden. Nur in der Software zu ver\u00e4ndern, kann mit viel Pech zu b\u00f6sen \u00dcberraschungen f\u00fchren. Wenn der Pegel bei allen Lautsprechern passt, sollte die Abh\u00f6rlautst\u00e4rke unbedingt vorher eingestellt und nicht mehr ber\u00fchrt werden. Ansonsten kann man sich die gesamte Mischung verhauen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unser Routing-System<\/h3>\n\n\n\n<p>Unser Routing-System war wie folgt (pro Raum):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Dialog<\/strong><ul><li>\u2193 Dialogspur(en)<\/li><li>\u2193 Dialog-Sammelspur f\u00fcr den Raum |&nbsp;\u2193 Reverb<\/li><li>\u2193 Dialog-Stem<\/li><li>\u2193 7.1.2-AUX-Master<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Foley\/SFX<\/strong><ul><li>\u2193 Foley-\/SFX-Spur(en) |&nbsp;\u2193 Reverb als Send auf bestimmten Tracks<\/li><li>\u2193 Foley-\/SFX-Sammelspur f\u00fcr den Raum<\/li><li>\u2193 Foley-\/SFX-Stem<\/li><li>\u2193 7.1.2-AUX-Master<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Dialo<\/strong>g<ul><li>\u2193 Musikspur(en) |&nbsp;\u2193 Reverb als Send auf diegetischer Musik<\/li><li>\u2193 Musik-Sammelspur f\u00fcr den Raum<\/li><li>\u2193 Musik-Stem<\/li><li>\u2193 7.1.2-AUX-Master<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr jeden Raum gilt dasselbe Prinzip und jeder Raum hat bei uns eine eigene Farbe bekommen. Objekte gehen am Ende ebenfalls in den richtigen Stem, da diese sonst beim Re-Recording verloren gehen k\u00f6nnten. Den Routingplan zu erstellen dauert l\u00e4nger als gedacht. Bis alles so funktioniert wie man es m\u00f6chte, vergehen doch mehrere Stunden. Aber wenn das passt, dann hat man das Fundament f\u00fcr die weitere Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/christophgrubits.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Drei-Scha\u0308tze-ProTools-Session-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-897\" srcset=\"https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Drei-Scha\u0308tze-ProTools-Session-1024x576.png 1024w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Drei-Scha\u0308tze-ProTools-Session-300x169.png 300w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Drei-Scha\u0308tze-ProTools-Session-768x432.png 768w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Drei-Scha\u0308tze-ProTools-Session-1536x864.png 1536w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Drei-Scha\u0308tze-ProTools-Session.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-large-font-size\">ProTools-Session<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Dolby Atmos-Mischung<\/h3>\n\n\n\n<p>Nachdem die Sprache bei Serien und Filmen das Wichtigste ist, haben wir damit begonnen. Vorausgesetzt dass alle Spuren schon an den richtigen Stellen sind und fertig geschnitten, geht es ans Pegeln der Stimmen und dann der Foley-\/SFX-Ger\u00e4uschen, damit alle Kl\u00e4nge in ihrer Gruppe gleich laut sind. Dann haben wir mit dem Panoramisieren begonnen. Sprache bleibt bei uns haupts\u00e4chlich im Center. Wir haben aber je nach Bildposition der Person ganz leicht nach links\/rechts panoramisiert (meist \u00b15, ab und zu h\u00f6chsten \u00b120). Andere Kl\u00e4nge haben wir immer so gut wie m\u00f6glich im Raum platziert. Dabei merkt man, dass wenn ein Klang nicht ganz am Rand ist, die Lautsprecher beider Seiten spielen und ggf. etwas irritieren k\u00f6nnen. Wo es geht, haben wir daher die Kl\u00e4nge eher am Rand als der Mitte des Raumes positioniert. Bei einigen SFX haben wir die Size erh\u00f6ht. Das bringt ein ziemliches Volumen in den Raum, kann aber zu komischen Phasenproblemen f\u00fchren, da dann mehrere oder sogar alle Lautsprecher gleichzeitig spielen. Daher w\u00fcrde ich sie nur sehr vorsichtig benutzen. Lampensurren und Restaurantmusik haben wir einfach an die Decke gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Objekte mitzufahren gestaltet sich manchmal schwierig: Ist es zu extrem, f\u00fchlt es sich falsch an, bewegt man zu wenig hat man das Gef\u00fchl, dass sich nichts bewegt. Man muss immer einen Mittelwert schaffen bei dem die Bewegung nicht st\u00f6rt und gleichzeitig angenehm und eindrucksvoll ist. Vor allem Ger\u00e4usche, die im Bild nicht zu sehen sind, muss man sich erst einmal \u00fcberlegen, die Szene analysieren und dementsprechend akustisch erweitern. Erst danach haben wir das Sprach-Processing gemacht: EQ, Compressor und ggf. Limiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man dazwischen Test-Screenings mit unbeteiligten oder unabh\u00e4ngigen Personen machen kann, kommt man vielleicht auch noch auf einige Probleme, die man selbst schon gar nicht mehr wahrnimmt. Dabei ist bei manchen Szenen die Sprache zu sehr untergegangen obwohl wir beide als TontechnikerIn nichts auszusetzen gehabt haben. H\u00f6rt man ein Projekt aber 10, 20 oder 50 mal, dann kann man schnell betriebsblind werden und verliert das Gef\u00fchl wie es ist, wenn man Texte und Sprache zum ersten Mal h\u00f6rt. Im Kopf kann man dann den Text auswendig und braucht ihn nicht mehr verstehen, aber Unbeteiligte tun sich dann schwer. Daher mein Tipp: Wenn m\u00f6glich Test-Screenings machen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von Dolby Atmos zu 7.1.2, 7.1, 5.1 oder 2.0<\/h3>\n\n\n\n<p>Nun hat man einen fertigen Dolby Atmos-Mix und m\u00f6chte nur die Spuren exportieren. Wie kann man das sinnvoll machen? Im Dolby Atmos Renderer kann man Re-Renders aktivieren und von den 128 Spuren welche f\u00fcr Re-Renders belegen. Diese Kanalnummern schicken das downgemixte Signal an ProTools. Indem ein AUX mit 2.0, 5.1, etc. mit einem Return-Plug-In erstellt wird und dieser AUX auf eine Audiospur mit 2.0, 5.1, etc. geht, kann das Re-Render in der Session aufgenommen werden. Dabei ist wichtig, dass das Input-Monitoring NICHT eingeschaltet ist. Mit dieser Methode k\u00f6nnen auch mehrere Re-Renders gleichzeitig aufgenommen werden, sofern der Dolby Atmos Renderer noch genug Spuren frei hat. Nun hei\u00dft es abwarten und Tee trinken: Die ganze Session muss einmal abgespielt werden und dann sind die Re-Renders auch schon in der Session. Allerdings sind sie leicht verz\u00f6gert und m\u00fcssen wieder auf die richtige Position geschoben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei hilft ein Piepsger\u00e4usch, das nur einen Frame lang ist und z.B. nach exakt einer und zwei Sekunden mit einem Bildflackern von einem Frame draufliegt. Dadurch kann man die Spuren leicht wieder auf die richtige Position schieben und die Latenz in der Aufnahme korrigieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende kann man die Spuren ausw\u00e4hlen und mit CMD + ALT + K in ProTools exportieren. Nun kann man die Spuren entweder summiert als eine WAV-Datei speichern oder jeden Kanal als eigene WAV-Datei um sie weiter verarbeiten zu k\u00f6nnen. Und so kommt man leicht von Dolby Atmos auf geringere Surround-Systeme.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man im Dolby Atmos Renderer ein neues Masterfile erzeugt, in dem Renderer auf Aufnahme, dann Play dr\u00fcckt und die ProTools-Session abspielt, nimmt er auch gleich einen Dolby Atmos-Mastertrack auf. Auch hier wieder: abwarten und Tee trinken. Dieser Mastertrack kann dann in unterschiedliche Formate exportiert werden, wie z.B. in ADM BWF oder IMF IAB. Es k\u00f6nnen damit auch Offline-Re-Renders erzeugt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich empfiehlt es sich die Mischung auch noch einmal auf anderen Systemen anzuh\u00f6ren. Sei es auf einer 5.1-Anlage daheim, auf einem Fernseher oder auf Kopfh\u00f6rern. Man muss bedenken, dass die Mischung nicht immer auf super Lautsprechern abgeh\u00f6rt wird und man in jedem Fall etwas vom Ton verstehen sollte. Am besten noch einmal kontrollieren und wenn n\u00f6tig kleinere Korrekturen machen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" width=\"912\" height=\"734\" src=\"https:\/\/christophgrubits.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Dolby-Atmos-Renderer-Re-Render-Einstellungen.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-898\" srcset=\"https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Dolby-Atmos-Renderer-Re-Render-Einstellungen.png 912w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Dolby-Atmos-Renderer-Re-Render-Einstellungen-300x241.png 300w, https:\/\/christoph-neuwirth.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Dolby-Atmos-Renderer-Re-Render-Einstellungen-768x618.png 768w\" sizes=\"(max-width: 912px) 100vw, 912px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-large-font-size\">Re-Render-Einstellungen<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einige Tipps nebenbei<\/h3>\n\n\n\n<p>Wichtig sind Backups der Session zu haben. Vor allem das Zwischenspeichern und die Session zu kopieren kann wichtig werden. Wenn man irgendwas beim Arbeiten kaputt macht, ist sonst wertvolle Arbeitszeit f\u00fcr immer verloren. Aber auch die I\/O-Setups und Konfigurationsdateien sollte man speichern, da man sie sp\u00e4ter wieder importieren kann.  Es kann sich schnell etwas im Studio ver\u00e4ndern, wenn mehrere Leute dort arbeiten und das kann die ganze Session ver\u00e4ndern oder kaputt machen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Dolby Atmos hat viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Audiomischungen im Filmbereich. Es gibt dem\/r TontechnikerIn Freiheit gestalterisch mehr machen zu k\u00f6nnen. Das Setup kann manchmal etwas schwierig sein, sollte aber keine gro\u00dfen Schwierigkeiten bereiten wenn man sich mit 5.1, 7.1 oder 7.1.2 auskennt. Es erweitert das Bed mit Objekten, was auch der Hauptverkaufspunkt f\u00fcr Dolby Atmos-Mischungen ist. Das Produzieren mit Atmos macht viel Spa\u00df und erst nach meiner ersten Atmos-Produktion habe ich erkannt, wie viel mehr Potential in diesem Workflow steckt. Sounds sind nicht mehr nur vorne und ein bisschen hinten, sondern k\u00f6nnen einen umgeben. Jede Szene f\u00fchlt sich pl\u00f6tzlich dynamischer an und lebendiger als zuvor. Die wahren Vorteile nimmt man erst wahr, wenn man sie erlebt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich war Drei Sch\u00e4tze ein spannendes Projekt und ein Testgel\u00e4nde f\u00fcr das Erforschen von Surround- und Atmos-Mischungen. Ich konnte viel durch den Serienpiloten lernen und bin stolz darauf zusammen mit Magdalena M\u00fcller die gesamte Pilotfolge vertont zu haben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Semesterprojekt der Masterklasse Audio Design war die Aufgabe Spatial Audio zu nutzen. 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